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Rundschreiben 104

 

Der Bau der der Chelewani abc-Primary, unserer 10. abc-Schule, beginnt [mehr...]

 

Rundschreiben 103

 

Komplettierung des Tsogolo La Ana Schul-Zentrums mit der neuen Secondary in Mpemba [mehr...]

 

Rundschreiben 102

 

Kurzbericht 15. Malawi-Reise [mehr...]

 

Rundschreiben 101

 

Einweihung der 8. abc-Schule in Malawi [mehr...]

 

Rundschreiben 100

 

Primary, Preschool, Dalani Secondary, Chambala Primary und Chambala Secondary, der Erziehungsminister, Jean Ziegler und Fundstücke [mehr...]

 

Rundschreiben 99

 

Preschool, Dalani-Secondary, Ingenieure ohne Grenzen und 3. Bücherbörse [mehr...]

 

 

 

News-Archiv [mehr...]

 

Rundschreiben 100

 

Essen, den 11.5.2015

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Mitglieder, Freunde und Förderer
der abc-Gesellschaft e.V.

 


The Primary

Vom 26. bis zum 30.4.15 waren unsere Kassiererin Frau Clasen und ich in Blantyre und Umgebung unterwegs, um den Bau unserer 8. abc-Schule in Malawi zu starten.


Wegen des enormen Werteverlustes des Euro gegenüber dem Dollar und dem Kwacha hatten wir große Bauchschmerzen. Immerhin wird dadurch ein Loch von 24% in unsere Kasse gerissen. Trotzdem – die Schule muss her!

Zunächst ging es um das Grundstück für die geplante Primarschule für 8 Schuljahre und 320 Schüler. Sie soll Kinder umliegender Dörfer aufnehmen und natürlich auch einen Übergang für „unsere“ Waisen aus dem Kindergarten bieten.

 

In unmittelbarer Nähe unserer Preschool in Mpemba konnten wir von dem Besitzer, der uns schon das Grundstück für den Kindergarten verkauft hatte, sogar 2 Grundstücke mit zusammen 1950 m2 für 2 Millionen Kwacha, das sind 4255 Euro, erwerben.
Das größere ist für die Grundschule und hoffnungsvoll vorausschauend, falls wir das nötige Geld zusammen bringen, das kleinere für eine Sekundarschule mit den hier üblichen 4 Schuljahren.
Auch hier mussten wir von unserem Grundsatz abweichen, die Grundstücke kostenlos von der Gemeinde als deren Eigenleistung zu bekommen. In der Umgebung von Blantyre ist aber kein Gemeindeland zu finden. Der Chief konnte uns nicht helfen.
Die Grundstücke haben wir Tsogolo La Ana und deren Leiterinnen Florence Maunde und Lucy Musasa, übertragen. Sie werden die Grundstücke bei der zuständigen Behörde eintragen lassen.

 

Mit der FJBM Constructor Company, Herrn Banda, haben intensiv über den Vertrag für den Bau der Grundschule mit 8 Klassenräumen, einem Lehrerzimmer, einem Schulleiter-Büro und zwei Toiletten-Häuschen verhandelt. Wir haben dafür einen Preis von 68 750 € vereinbart. Der Betrag wird in 4 Teilen je nach Baufort- schritt transferiert. Die erste Rate wurde am 4.5.15 überwiesen.

Die Schulmöbel, 160 Schulbänke in 2 Größen für 320 Kinder, dazu Tische und Stühle und Regale für die Lehrer, haben wir bei einer Schreinerei für 6 083 € bestellt.

 

Für den Kauf der Schulbücher, 160 Sätze zu 7 verschiedenen Büchern (immer ein Satz für 2 Schüler einer Bank), werden 4 468 € verlangt.

Rechnen wir noch 1000 € für Unabwägbarkeiten und 200 für einen Laptop für den Schulleiter und 200 für den Geldtransfer hinzu, kommen wir auf die Gesamtsumme von 84 956 €. Das passt gerade noch zu unserem Budget!!!!

 

Betrieben wird die Schule von der staatlichen Schulbehörde. 8 Lehrer sind zugesagt.

 

Möglich wurde dieses Engagement durch Ihre Hilfe, Ihre kleinen und großen Spenden, allen voran von Hertha und Frohmut Menze, den fleißigen Studenten der FH und dem Vorstand der Bücher- Börse-Köln und von Heike und Rainer Zobel!

 

Herzlichen Dank für Ihre großzügige Unterstützung! Wie wichtig Schulen sind, liegt ja auf der Hand. Deutlich wird es, wenn bedenkt, dass unserer beiden Primaries in Chikhosi und Mkumphira statt der jeweils geplanten 320 Schüler mittlerweile über 780 und 800 Schüler aufgenommen haben. Die armen Lehrer und Schüler!!!!

 

Drücken Sie bitte die Daumen, dass die Schule in Mpemba in 4 Monaten, wie vertraglich verein- bart, fertig wird, damit Kinder der Umgebung im September pünktlich zum Schuljahresbeginn ihre Schule, die Tsogolo La Ana abc-Primary, in Besitz nehmen können. Zur Erinnerung- Tsogolo La Ana- heißt Zukunft für Kinder.

 

The Preschool

Der Kindergarten ist prächtig in Schuss! 67 Kinder davon 45 Waisen werden mit Freude, Liebe und großem Engagement betreut, bekocht und unterrichtet.

 

Die drei ´Caregivers´ Angela, 26, Letitia, 19, Fanny, 20, haben ihre halbjährige Ausbildung durch- laufen, ihr Examen bestanden, uns stolz ihre Urkunden –Advanced Certificate – des Early Child- hood Development, gezeigt. Sie sind jetzt Preschool Teachers! Es hat sich gelohnt, dass wir diese Ausbildung veranlasst und finanziert haben. Besonders für eine! Sie war nicht wieder zu erkennen. Wir hatten vorher gedacht, sie packt das nicht, sie blieb immer stumm und irgendwie schien sie nicht auf der Höhe. Aber jetzt – voller Tatendrang, Temperament und Selbstvertrauen. Sie strahlte, tanzte und lachte mit den Kindern! Toll!
Im Hühnerstall hockten und gackerten mittlerweile 120 Hennen. Als wir ankamen wurden gerade viele eingeladen und zum Markt gebracht. Mit dem Erlös wird Futter gekauft und das Essen für die Kinder bezahlt.

 

Hinter dem Kindergarten wurden Gemüsebeete angelegt. Nur mit den Ziegen klappt das nicht, sie kriegen keinen Nachwuchs, also keine Milch! Entweder ist der Bock nicht willig, oder die drei Ziegen nicht?!

 

Die beiden Aufenthalte dort am Montag und Dienstag haben uns viel Freude gemacht und von Herzen froh gestimmt.

 

The Dalani Secondary

Ein großer Kontrast – die Schüler zwischen 14 und 18 Jahren zeigten sich obercool! Die Mädchen etwas geziert bis zickig! Aber insgesamt hatten wir dieses Mal einen besseren Eindruck, sie waren gut drauf und offener, sogar besser gekleidet.
6 Lehrer unterrichten dort 126 Schüler. Im September machen 31 ihren Abschluss. Das ist der Jahrgang, der in der Dalani einmal alle 4 Schuljahre durchlaufen hat. Der Schulleiter Bester Zamgule erwartet im September 45 bis 48 Neuzugänge. Von den Absolventen im vorigen Herbst studieren zwei, andere haben Arbeit oder eine Berufsaus- bildung gefunden. Einer wird Hubschrauberpilot.

 

Wir haben 4 Klassenfotos gemacht und den Schulleiter gebeten, uns im September die Zeugnisse und Fotos von den 24 Waisen und Bedürftigen zu schicken, die unsere Schulgeld-Sponsoren in diesem Jahr unterstützen. Wir werden dann 2400 Dollar überweisen.

 

Wegen der großen Überschwemmung während der Regenzeit, gab es 200 000 Obdachlose, 90 Tote in Malawi.
Zwei Lehrern, Familienväter mit 4 Kindern, sind ihre Häuser weggerissen worden. Wir konnten ihnen mit Geld für Zement und Backsteine und Wellblech-Dächern helfen. Sie waren überglücklich und dankbar, wieder ein Dach über dem Kopf zu haben.

 

The Chambala Primary und Chambala Secondary

Der Schulleiter berichtete uns, dass, abgesehen von der Überfüllung der Primary, alles gut voran ginge. 13 Lehrer unterrichten dort, in der Sekundarschule 3. Sie wird im September weiter aufgestockt.

 

Sie hoffen auf die Hilfe der beiden, jungen ´Ingenieure ohne Grenzen`, die mit uns im vorigen Herbst dort waren, um Wasser- und evtl. Stromversorgung zu schaffen. Sie haben aber noch kein Ok von ihrer Zentrale.

 

Von den anderen abc-Schulen, Makota, Windu und Kasumbu berichtete unser ehemaliger Supervisor, und jetziger Parlamentarier und Ausschussvorsitzender für Education, Patrick Themu, nur positiv.

 

Der Erziehungsminister

Der Minister Emmanuel Fabiano hatte uns eingeladen, ihn im Ministerium zu besuchen. Die Einla- dung konnten wir nicht wahrnehmen, weil wir bei dieser Reise nur im Distrikt Blantyre und nicht in Lilongwe waren.

 

Der Minister schrieb:
„Franz-Josef, congratulation on your progress you are making at the schools in Malawi. Many thanks for the update on the good work you are doing for the youth of this country. May the Almighty God bless you, your partners and sponsors abundantly. I wish you all the best, good luck and success! We´ll see you when you are in Malawi again! Emmanuel“

 

Jean Ziegler und Fundstücke

Prof. Jean Ziegler, Vizepräsident des UNO-Menschenrechtsrats, hatte mich vor unserer Reise ange- rufen und weiterhin viel Erfolg und eine glückliche Hand für `unsere wichtige, segensreiche Arbeit´ gewünscht.
Ich bewundere diesen nimmermüden, furchtlosen Kämpfer gegen die Bankenmacht und gegen den Hunger in der Welt. Er sagt immer wieder, wenn Kinder irgendwo in der Welt verhungern, ist das Mord! Denn es gibt ausreichend Nahrung, um die Weltbevölkerung zu ernähren.

 

Wir sprachen über sein neues Buch, „Ändere die Welt!“ Er hat so recht damit, denn das „ Empört Euch“ von Stephane Hessel reicht nicht!

 

In Nairobi sprach ich mit einem Agrarexperten über Zieglers Wirken.
Er berichtete mir, dass es viele Nutzpflanzen gäbe, die Stickstoff bilden und Wasser binden, also keinen Dünger brauchten und viele, die von Natur aus resistent seien, also Pestizide und Fungizi- de überflüssig machten. Diese wären durch die gewaltige Marktmacht und den pol. Einfluss der großen, weltweit agierenden Agrarunternehmen für Saatgut, Dünger Pestizide etc., alle vom Markt genommen worden. Wie soll man das nennen? Das sind ungeahndete Verbrechen an dem Teil der hungernden Menschheit.

 

Übrigens, einer Uno-Studie zufolge prosperieren Staaten, die ihr Bevölkerungswachstum einge- grenzt, gedrosselt haben, deutlich, besonders in Asien, sogar in Bangladesh.
Aber alle Staaten, in denen aus Gründen der Gleichgültigkeit, der Religion oder des Machtstrebens sich darum nicht gekümmert wird, sind noch weiter abgesunken, besonders in Afrika.

 

Die rasante Entwicklung der Informations-Technologie wird nach einer Studie der Oxford-Profes- soren Frey und Osborne 47% aller Arbeitsplätze in den nächsten 25 Jahren gefährden. Im hochin- dustrialisierten Deutschland 59%. Viele Berufe werden verschwinden. Das führt bei uns zu un- absehbaren Herausforderungen für Schule und Gesellschaft. Die Investitionen für die sogenannte industrielle Revolution 4.0, wenn Maschinen mit Maschinen interagieren, sind immens. Deshalb frage ich mich, wie wird sich diese Entwicklung auf die Entwicklungsländer auswirken? Fallen Sie zurück? Bleiben sie dauerhaft auf dem Stand von Agrarländern oder Rohstofflieferanten?

 

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde und Förderer, herzlichen Dank für Ihre Hilfe , Ihren Zuspruch, Ihre Unterstützung! Sie haben sehr geholfen, vielen Kindern eine Schulbildung möglich zu machen!

 

Alles Gute für Sie und Ihre Lieben!

Signatur Kuhn
Ihr F.-J. Kuhn

 

[Impressionenaus Malawi April 2015 ...]


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