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Rundschreiben 104

 

Der Bau der der Chelewani abc-Primary, unserer 10. abc-Schule, beginnt [mehr...]

 

Rundschreiben 103

 

Komplettierung des Tsogolo La Ana Schul-Zentrums mit der neuen Secondary in Mpemba [mehr...]

 

Rundschreiben 102

 

Kurzbericht 15. Malawi-Reise [mehr...]

 

Rundschreiben 101

 

Einweihung der 8. abc-Schule in Malawi [mehr...]

 

Rundschreiben 100

 

Primary, Preschool, Dalani Secondary, Chambala Primary und Chambala Secondary, der Erziehungsminister, Jean Ziegler und Fundstücke [mehr...]

 

Rundschreiben 99

 

Preschool, Dalani-Secondary, Ingenieure ohne Grenzen und 3. Bücherbörse [mehr...]

 

 

 

News-Archiv [mehr...]

 

Die Lehrer-Wander-Akademie

In vielen Ländern der sogenannten dritten Welt gibt es zu wenig und zu schlecht ausgebildete Lehrer. Von Lehrerfortbildung ist fast nie die Rede. Der soziale Status der Lehrer ist gering, das Einkommen miserabel. Eine Familie kann man meist mit dem Gehalt, das oft auch noch mit großer Verzögerung gezahlt wird, nicht durchbringen. Also suchen Lehrer immer nach Zweit- und Drittjobs. Jeder, der einigermaßen qualifiziert ist, strebt deshalb in andere Berufe! Alle, die es sich irgendwie leisten können, auch Lehrer, schicken ihre Kinder in Privatschulen. Das zementiert natürlich die Zweiklassengesellschaft in der 3. Welt.

Die Schulsituation ist paternalistisch, der Unterricht immer frontal, Lernen heißt Auswendiglernen.


Franz-Josef Kuhn hat mit vielen Seminaren und Workshops in vielen Ländern und besonders in allen Regionen von Ecuador und Bolivien Lehrerfortbildung betrieben. Das Thema: Die Schulreform und die „escuela activa“. Dabei ging es um den schülerzentrierten und handlungsorientierten Unterricht, um Gruppenarbeit und um das selbstständige Lernen. “Sachen klären, Menschen stärken!“

 

Immer wurden 40 Lehrer aus 20 Schulen für einwöchige Seminare in ein kleines, billiges Hotel oder Kloster eingeladen, so dass die Lehrer frei von den oft bedrängenden, häuslichen Verhältnissen über Schule und Beruf reflektieren konnten. Vormittags ging es um Theorie und Lehrplanentwicklung, nachmittags um praktisches Arbeiten. Dabei wurden Lern- und Übungsmaterialien gemeinsam entwickelt, in Gruppenarbeit Sach-Unterrichtskarteien konzipiert und gestaltet sowie aus vorgefertigten Rohlingen fertige didaktische Materialien hergestellt. Diese nahmen sie mit in ihre Schulen, setzten sie dort ein und gewannen so die Affinität für einen moderneren Unterricht.

 

Bei diesen Seminaren schälten sich besonders engagierte und begeisterungs- fähige Lehrer heraus. Mit ihnen hat Franz-Josef Kuhn die Lehrer-Wander-Akademien aufgebaut. Mit den jeweiligen Erziehungsministern (sie wechseln in der Regel alle 2 Jahre) wurden immer neue Verträge geschlossen, so dass in Bolivien und Ecuador immer 15 Lehrer dafür freigestellt wurden und landesweite Fortbildung betrieben wurde. Diese Lehrer zogen im Tief- und Hochland, im Regenwald von Ort zu Ort und führten, wie beschrieben, immer mit 40 Lehrern ihre Wochenseminare durch. Das Gehalt zahlte weiterhin der Staat. Von der abc-Gesellschaft erhielten die Lehrer zusätzlich Geld für jeden durchgeführten und nachgewiesenen Workshop. Die Rohlinge schickte die abc-Gesellschaft zunächst von Deutschland aus. Aus Kostengründen wurden die Seminarpakete später in Werkstätten arbeitsloser Jugendlicher, von der Unicef betrieben, hergestellt. Auf diese Weise hat die abc-Gesellschaft 32 000 Lehrer fortgebildet. In beiden Ländern hat sich die Lehrer-Wander-Akademie zum größten und effektivsten Bildungsprojekt entwickelt.

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